Aktueller Hinweis:

In 2021 können wir leider keine Bruteier mehr abgeben.

Gemeinsame Zuchtziele

Wir arbeiten mit einem kleinen Kreis von Züchtern aus Deutschland, Schweden, Österreich und der Schweiz zusammen, die sich gemeinsame Zuchtziele gesetzt haben. Ergänzend gibt es einen Austausch mit Mitgliedern der ASBA, der US-amerikanischen Züchtervereinigung. Vitalität vorausgesetzt, selektieren wir unsere Tiere konsequent auf die Steigerung der Legeleistung in Anzahl und Größe der Eier. Unsere persönlichen Ziele beinhalten noch eine behutsame Steigerung des Körpergewichts in Richtung Zweinutzungshuhn.

Das O-Gen

Genau genommen ist das, was wir im allgemeinen Sprachgebrauch bei den Silverudds Blå das Grünleger-Gen oder O-Gen nennen, eigentlich ein Gen, das eine blaue Eierfarbe determiniert, siehe hier. Es stammt von der englischen Rasse Cream Legbar, die Martin Silverudd bei der Entwicklung der Silverudds Blå eingekreuzt hat. Im Zusammenspiel mit den Genen, die für die braune Eierfarbe zuständig sind, die u.a. von den Rhode Island Red und New Hampshire stammen – zwei weitere Ausgangsrassen der Silverudds Blå – bewirkt dieses Gen eine Färbung der Eierschale in ganz verschiedene Grüntöne. Gelegentlich kommt es sogar vor, dass sich bei manchen Tieren noch das ursprüngliche blau der Cream Legbar mehr oder weniger deutlich durchsetzt.

Reinerbigkeit

In den letzten Jahren gab es in der SB-Zucht immer wieder Hennen, die braune Eier gelegt haben. Auch heute noch kommt das gelegentlich vor. Immer dann, wenn zwei mischerbige Tiere verpaart werden, gibt es statistisch 25% Nachkommen, die kein O-Gen tragen. Bei Hennen wirkt sich das dann so aus, dass sie braune Eier legen. Eine Grünleger-Rasse aber soll grüne Eier legen, daher sind alle unsere Zuchttiere reinerbig für diese Eierschalenfarbe. Das bedeutet auch, dass aus unseren Bruteiern grundsätzlich nur reinerbige Grünleger schlüpfen.

Die vorhandenen Zuchtlinien

Unsere Zucht basiert auf der Skogenlinie von Lena Ekström in Kombination mit der schwarz/blauen und der splashfarbenen Linie von Helena Edström. Helenas Tiere sind für eine überdurchschnittlich hohe Legeleistung bekannt. Weiter sind Tiere aus der Västerbotten-Linie, der Pernilla-Linie und der Linie von Anita Sundblad bei uns vertreten. Die weiteren existierenden Linien finden Sie hier.

Bei den Verpaarungen verfolgen wir den Plan, auf Inzucht zu verzichten und durch kluge Auswahl der Zuchttiere dennoch schnell voranzukommen. Die Entwicklung unserer Hühner wird durch Legelisten, durch Wiegen der Tiere während der Aufzucht und durch den Fingertest zur Ermittlung der Größe des Legeapparats dokumentiert, um eine fundierte Basis für züchterische Entscheidungen zu haben.

Unsere Bruteiqualität

Folgende Qualitätskriterien gelten für unsere Bruteier: Die Zuchtstämme haben eine angemessene Größe, um eine sichere Befruchtung zu gewährleisten, die Eier haben eine korrekte Form, sie haben ein Mindestgewicht von 50g (in der Regel deutlich darüber) und sind fehlerfrei in der Schale. Leichte Anschmutzungen, die keinen Einfluss auf die Qualität haben, sind nicht immer vermeidbar, da die Eier natürlich nicht gewaschen werden.

Grundsätzlich kennen wir die Befruchtungsqualität unserer Hähne. Sollte das im Einzelfall nicht so sein, gibt es eine Garantie auf die Befruchtung mit Ersatz der ausfallenden Eier. Die Schlupfrate ist jedoch abhängig von der Qualität der verwendeten Inkubatoren und von den Brutparametern. Bitte halten Sie sich an die Bedienungsanleitungen Ihrer Inkubatoren, um ein maximales Ergebnis zu erzielen.

Auf dem folgenden Bild sind noch einmal unsere Kriterien visualisiert.

Alle Eier sind sauber und einwandfrei in der Schale. Die Eigewichte von links nach rechts sind 69g, 47g und 58g. Die Form der beiden äußeren Eier ist perfekt, das Mindestgewicht wird deutlich überschritten. Das mittlere Ei ist zu klein und zu spitz und ist damit kein Brutei.